Punkt H-3: Die Behauptung, dass die Flugzeugentführer strenggläubige
Punkt H-3: Muslime waren

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Die offizielle Darstellung

Die vier 9/11-Flüge wurden von strenggläubigen Muslimen entführt. Dem 9/11-Kommissionsbericht zufolge hatte deren Anführer, Mohamed Atta, „sich dem Fundamentalismus zugewandt“. [1] Aufgrund ihres Glaubens waren die Flugzeugentführer zu einem „Kader von ausgebildeten Agenten, die bereit waren, ihr Leben zu opfern“, geworden. [2]

Die „Besten Beweise

Die offizielle Darstellung beruht auf der Annahme, dass die 9/11-Flüge von fanatischen Muslimen entführt wurden – fanatisch genug, um dafür ihr Leben zu opfern. Die Mainstreammedien veröffentlichten aber etliche Berichte, die der Behauptung, die Entführer seien fanatische Muslime gewesen, widersprechen.

Fünf Tage nach 9/11 schrieb die Londoner Daily Mail Folgendes:

In der Palm Beach bar Sunrise 251 gaben [Mohamed] Atta und [Marwan] Al Shehhi innerhalb von 45 Minuten 1000 $ für Krug- und Perrier-Jouët-Champagner aus. … Atta wurde von einer etwa 1,80 m großen vollbusigen Brünetten Ende Zwanzig; der andere Mann von einer eher kleinen Blondine. Beide Frauen waren dort lokal für ihren häufigen Umgang mit Verschwendern bekannt. [3]

Einen Monat nach 9/11 berichtete der Boston Herald unter dem Titel „Terroristen feierten mit Nutte in einem Hub-Area Hotel“:

Ein für zwei Escortservices tätiger Chauffeur erzählte dem Herald gestern, dass er am 9. September um etwa 22:30 ein Callgirl zum Park Inn in Chestnut Hill gefahren hätte, wo sie mit einem der Massenmörder ins Bett gegangen sei. Das war ihr zweiter Besuch an diesem Tag im Zimmer des Terroristen. Zwei der Entführer von Flug 11, der ins WTC stürzte – Waleed M. Alshehri und Wail Alshehri – verbrachten den 9. September im Route 9-Hotel … Die Ausschweifungen der Terroristen im Rotlichtmilieu sind nur die letzte Verknüpfung der Koranschwingenden Mörder und Amerikas zwielichtiger Sex-Szene. [4]

Der eine Woche zuvor im San Francisco Chronicle erschienene Artikel „Die Agenten des Terrors hinterlassen Spuren im Sündenviertel“ berichtet, dass zumindest fünf der „selbst ernannten Krieger Allahs“, darunter Mohamed Atta, „dem entschieden un-islamischen Erforschen von verbotenen Freuden [wie Lapdance] in Amerikas Hauptstadt des moralischen Verfalls [Las Vegas] gefrönt hätten“. Ermittlern zufolge hatte die Gruppe „mindestens sechs Trips hierher gemacht.“ Der Artikel zitiert dann Osama Haikal, den Vorstandsvorsitzenden der Islamic Foundation of Nevada, wie folgt: „Echte Muslime trinken nicht, spielen nicht, und sie gehen nicht in Nachtklubs.“ [5]

Am 10. Oktober fasste das Wall Street Journal diese Berichte in einem Editorial mit dem Titel „Terroristen schmeißen Partys“ zusammen. [6] Während das Editorial des Journals den Widerspruch nur indirekt, durch den ironischen Titel andeutete, hatte ein Artikel mit dem Titel „Die Handlungen der Verdächtigen ergeben keinen Sinn“ im South Florida Sun-Sentinel das Problem schon fünf Tage nach 9/11 explizit angesprochen.

Drei Kerle, die mit Lapdancern im Pink Pony Nude Theater herumspielen. Zwei andere, die am Wochenende, bevor sie Selbst- und Massenmord begehen, in einem Fischlokal in Hollywood, Florida Stolichnaya [Vodka] und Cuba-Libre runterschütten. … [Das] passt nicht zu gläubigen Muslimen, sagen Experten. Erst recht nicht zu religiösen Fanatikern an ihren letzten Tagen auf Erden. … [Ein] gläubiger Muslim [kann nicht] Alkohol trinken oder in einem Striplokal feiern und erwarten, in den Himmel zu kommen, sagte Mahmoud Mustafa Ayoub, ein Professor an der Temple University in Philadelphia. … „Es ist unvorstellbar, dass jemand an einem Tag saufen und in eine Stripbar gehen und sich am nächsten Tag im Namen des Islam selbst töten könnte. … Irgendwas stimmt da nicht.“ [7]

Die 9/11-Kommission blieb jede Erklärung schuldig, wie ihre Darstellung der Entführer als strenggläubige Muslime mit diesen Presseberichten zusammenpasst, und ignorierte sie einfach. So schrieb die Kommission z. B. über einen Trip von Atta mit zwei anderen Entführeren nach Las Vegas etwa einen Monat vor 9/11: „Außer dass Las Vegas dafür bekannt ist, Touristen willkommen zu heißen, haben wir keine glaubwürdigen Hinweise gesehen, warum die Agenten bei dieser und anderen Gelegenheiten nach Las Vegas flogen oder sich dort trafen.“ [8]

Fazit

Was über das Verhalten der Männer berichtet wird, die angeblich die 9/11-Flüge entführten, ist unvereinbar mit der Behauptung, sie wären strenggläubige Muslime gewesen.

Die 9/11-Kommission erwähnte diesen Widerspruch nicht einmal, behauptete einfach, die Männer seien gläubig gewesen und ihr Anführer wäre zum Fundamentalisten geworden, und ignorierte alle dieser Behauptung widersprechenden Berichte.

Wenn die Mainstreammedien die Schlüsse aus ihren eigenen Artikeln, die der Behauptung der 9/11-Kommission über fanatische Muslime widersprechen, gezogen hätten, so wäre es der amerikanischen Öffentlichkeit bewusst geworden, dass die Angriffe am 11. September nicht als Vorwand für Angriffe auf muslimische Länder hätten dienen dürfen.

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Quellenangaben für Punkt H-3
The 9/11 Commission Report: Final Report of the National Commission on Terrorist Attacks upon the United States, autorisierte Ausgabe (W. W. Norton, 2004), behauptet auf S. 160 (pdf-S. 177): „Als Atta nach Deutschland kam, erschien er zwar religiös, aber nicht fanatisch. Dies sollte sich ändern … “
Ibid., 154. (pdf: 171)
Eric Bailey: „It Was a Little Strange. Most People Want to Do Take-Offs and Landings. All They Did Was Turns [Es war ein wenig seltsam. Die meisten wollen Starts und Landungen üben. Alles was die machten, waren Kurven.]“, Daily Mail, 16. September 2001.
David Wedge: „Terrorists Partied with Hooker at Hub-Area Hotel [Terroristen feierten mit Nutte in einem Hub-Area Hotel]“, Boston Herald, 10. Oktober 2001.
Kevin Fagan: „Agents of Terror Leave Their Mark on Sin City [Die Agenten des Terrors hinterlassen Spuren im Sündenviertel]“, San Francisco Chronicle, 4. Oktober 2001.
Terrorist Stag Parties [Terroristen-Abschiedsparties]“, Wall Street Journal, 10. Oktober 2001.
Jody A. Benjamin: „Suspects’ Actions Don’t Add Up [Die Handlungen der Verdächtigen ergeben keinen Sinn]“, South Florida Sun-Sentinel, 16. September 2001.
The 9/11 Commission Report, 248 (pdf: 265).

 

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