Punkt Pent-1: Warum der Angriff auf das Pentagon nicht verhindert wurde:
Punkt Pent-1: Die erste offizielle Darstellung

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Die offizielle Darstellung
Der Angriff auf das Pentagon durch American 77 (unter al-Qaida-Kontrolle) konnte aus vier Gründen nicht verhindert werden.

  1. Erstens, obwohl die FAA vor 9:00 Uhr verschiedene Anzeichen erhalten hatte, dass es an Bord des Flugzeugs einen Notfall gab, [1] informierte die FAA das Militär bis 9:24 Uhr nicht über diesen Flug – um diese Zeit berichtete sie, dass das Flugzeug möglicherweise entführt wurde und anscheinend zurück Richtung Washington flog. [2]
  2. Zweitens, obwohl die Andrews Air Force Base nur ein paar Meilen entfernt war, waren dort keine Kampfflugzeuge in Alarmbereitschaft. [3]
  3. Drittens, die einzigen Kampfflugzeuge im Osten der Vereinigten Staaten, die in Alarmbereitschaft waren, waren zwei Stück von der Otis Air Force Base, die bereits damit beschäftigt waren, New York City gegen weitere Angriffe zu schützen, und zwei Kampfflugzeuge 130 Meilen entfernt auf der Langley Air Force Base[4]
  4. Viertens, die Kampfflugzeuge aus Langley, die nicht vor 9:30 Uhr in der Luft waren, [5] waren noch etwa 170 km entfernt, als das Pentagon um 9:38 Uhr getroffen wurde. [6]
Die „Besten Beweise

Unstimmigkeiten sowohl bei den angegebenen Zeiten als auch der Verfügbarkeit von Flugzeugen wecken Zweifel an den genannten Gründen dafür, dass der Angriff auf das Pentagon nicht verhindert werden konnte:

  • Erstens: ein Memorandum der FAA vom 22. Mai 2003 an die 9/11-Kommission besagte: „Innerhalb von Minuten, nachdem das erste Flugzeug das Word Trade Center um 8:46 Uhr traf, richtete die FAA sofort … Telefonbrücken [zum Militär] ein. … [D]ie FAA machte eine formelle Mitteilung über American Flug 77 um 9:24 Uhr, aber Informationen über den Flug wurden ständig schon vor der formellen Mitteilung über die Telefonbrücke übermittelt.“ [7] Diese Aussage floss in den Bericht der 9/11-Kommission ein. [8] Der Ausfall der Kommunikation mit American 77 wurde vom FAA-Center Indianapolis „kurz nach 9:00 Uhr“ gemeldet. [9]
  • Zweitens: Colin Scoggins, [10] der Militär-Experte im FAA-Center Boston, erklärte, dass, obwohl die District of Columbia Air National Guard (DCANG) „keinen Abfang-Auftrag hatte“ – d h., obwohl sie keine der sieben Militärbasen des Landes war, die das ganze Jahr über jederzeit zum Abfangen von Flugzeugen bereit sind – dort „jeden Morgen geflogen“ wurde und dass unter diesen Bedingungen NEADS „… auf diese Flugzeuge hätte zugreifen können“. [11]
  • Drittens: Scoggins sagte, dass Kampfflugzeuge aus Atlantic City, Burlington, Selfridge, Syracuse und Toledo ebenfalls bereit gewesen wären zu starten. [12] Kurz nachdem der zweite Turm um 9:03 Uhr getroffen wurde, sagte ein ANG Commander zu NORAD: „Gebt mir 10 Minuten und ich kann Euch scharfe Waffen geben.“ [13] Wenn diese Anforderung um 9:10 Uhr erfolgt wäre, so zeigt diese Aussage, hätten diese Kampfflugzeuge rechtzeitig in der Luft sein können, um das Pentagon zu schützen.
  • Viertens: selbst wenn Kampfflugzeuge von der Langley Air Force Base hätten geschickt werden müssen (wie die offizielle Geschichte in den Punkten 3 und 4 oben behauptet), hätten sie lange vor 9:30 Uhr in der Luft sein müssen (siehe den ersten Punkt der offiziellen Darstellung oben).

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Quellenangaben für Punkt Pent-1
„Um 8:57 Uhr war klar, dass Flug 77 verloren war.“ Matthew L. Wald und Kevin Sack: „‘We Have Some Planes,’ Hijacker Told Controller [‚Wir haben einige Flugzeuge‘, sagte der Entführer zum Fluglotsen]“, New York Times, 16. Oktober 2001
NORAD’s Response Times [NORADs Reaktionszeiten]“, North American Aerospace Defense Command, 18. September 2001. „Officials: Government failed to react to FAA warning [Funktionäre: Regierung versäumte auf Warnung der FAA zu reagieren]“, CNN, 17. September 2001.
Pentagon Quellen sagten, dass Andrews „keine Kampfflugzeuge stationiert hatte“ (USA Today, 17. September 2001). Major General Larry Arnold – der kommandierende General der Kontinental Region der NORAD – sagte: „Wir hatten auf Andrews [keinerlei] Flugzeuge in Alarmbereitschaft“ (MSNBC, 23. September 2001)
Michael Bronner: „9/11 Live: Die NORAD Bänder“, Vanity Fair, August 2006: 262-285, auf 268. (Bronner, der Mit-Produzent des Films United 93 war [der gewissenhaft den neuen Bericht der 9/11-Kommission über diesen Flug darstellte], konnte diesen Artikel schreiben, da er der erste Journalist war, dem Zugang zu den Bändern von NORAD gewährt wurde, die von der 9/11-Kommission für ihren neuen Bericht über American 77 [wie auch für die anderen Berichte] verwendet wurden.)
Nach 9/11 sagte Colonel Robert Marr, Leiter von NEADS: „Ich habe festgestellt, … dass wir mit nur 4 Flugzeugen nicht den gesamten nordöstlichen Teil der Vereinigten Staaten verteidigen können.“ (James Bamford, A Pretext for War [New York: Doubleday, 2004], 60-61).
Die 9/11-Kommission sagte dass es nichts genützt hätte sich an andere Air Bases zu wenden, weil diese „anderen Einrichtungen, weil nicht in Alarmbereitschaft, Zeit gebraucht hätten, die Kampfflugzeuge zu bewaffnen und Crews zu organisieren.“ Der 9/11-Kommissionsbericht, Seite 17.
NORAD’s Response Times [NORADs Reaktionszeiten]“
NORADs Reaktionszeiten“ 18. September 2001, ebenso „Where System Failed: Air attack on Pentagon indicates weaknesses [etwa: Wo das Sytem versagte: Luftangriff auf das Pentagon zeigt Schwächen auf]“, Newsday, 22. September 2001.
FAA Communications with NORAD on September 11th, 2001: FAA Clarification Memo to 9/11 Independent Commission [FAA Nachrichtenaustausch mit NORAD am 11. September 2001: FAA-Memo zur Klarstellung an die 9/11-Kommission]“ 22. Mai 2003.
„FAA Communications with NORAD On September 11, 2001 (FAA Nachrichtenaustausch mit NORAD am 11. September 2001,“ zu Protokoll gegeben vom Kommissionsmitglieds Richard Ben-Viste, Anhlrung der 9/11-Kommission am 23. Mai 2003.
Scoggins wurde dreimal zitiert in dem Der 9/11-Kommissionsbericht, Seite 458 und in einem Vanity Fair Artikel von Michael Bronner: „9/11 Live: Die NORAD Bänder“, August 2006.
E-Mail von Scoggins an David Ray Griffin, 20. Dezember 2006.
E-Mail von Scoggins, 20. Dezember 2006.
William B. Scott: „Exercise Jump-Starts Response to Attacks [etwa: Übung beschleunigt Reaktion auf Angriffe]“, Aviation Week and Space Technology, 3. Juni 2002. Die vollständigere Aussage war: „In Syracuse, N.Y., sagte ein ANG Commander zu [Col. Robert] Marr [dem Battle Commander der NEADS (des Northeast Air Defense Sector von NORAD)]: ‚Gebt mir 10 Minuten und ich kann Euch scharfe Waffen geben. Gebt mir 30 Minuten und ich kann Euch Heat Seeker Raketen (Raketen, die nach Wärmequellen suchen) geben. Gebt mir 1 Stunde und ich kann Euch slammers [Amraams – Mittelstrecken Luft-Luft-Raketen] geben‘.“ Marr antwortete: „ich will das alles.“ Der entscheidende Punkt ist, hätte Marr nicht auf „alles“ bestanden, hätte er Kampfflugzeuge mit scharfen Waffen innerhalb von 10 Minuten gehabt.

 

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